Inhaltssuche

Suchen Sie z.B. nach Artikeln, Beiträgen usw.

Personen- und Kontaktsuche

Bistum Fulda
Bischof Algermissen predigte an Weihnachten im Fuldaer Dom

Menschenwürde unzerstörbar dank des Kindes in der Krippe

Bischof Algermissen predigte an Weihnachten im Fuldaer Dom

Fulda (bpf). „Gott ist nicht jenseitig distanziert, uninteressiert an unseren Leiden und Tränen. Er begegnet uns überraschend im Kind in der Krippe, in einem zerbrechlichen kleinen Wesen, und damit auf Augenhöhe. Er sieht uns in dem Kind an, will wissen, wie es uns geht, wie es um uns steht. Von daher bekommen wir Ansehen und unzerstörbare Menschenwürde, die uns nichts und niemand nehmen kann, weder eine politische noch eine juristische Entscheidung.“ Dies hob der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen an Weihnachten in einem festlichen Gottesdienst im überfüllten Dom seiner Bischofsstadt hervor. Das Weihnachtsfest 2016 begingen die Christen trotz der Unsicherheit, der Krisenherde und der Unfähigkeit der Politik, Lösungen zu finden. „In einer Zeit, da der Mensch sich zunehmend als sein eigener Schöpfer gebärdet und man leichtfertig mit ungeborenem Leben umgeht, da der Mensch nurmehr die Summe seiner Gene zu sein scheint und genetische Diagnostik zur Bestimmung menschlichen unwerten Lebens führt, da feiern wir das Fest der Menschwerdung Gottes“, so der Oberhirte in seiner Festpredigt.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Bischof betont: „Viele fragen sich: Wie sollen wir angesichts des Anschlags in Berlin Weinachten feiern? Gerade jetzt müssen wir das Weihnachten feiern, auf das es ankommt: Gott hat uns im Kind in der Krippe, dem Gekreuzigten und Auferstandenen die Hand gereicht, damit wir Halt haben und nicht absacken.“ Beim Weihnachtsfest gehe es nicht um das Private in den eigenen vier Wänden, um die Flucht aus der garstigen Welt oder um ein andächtiges Gefühl, sondern „um Gottes Menschwerdung in unserer Zeit und Geschichte“. Die Geburt des Heilands und Retters Jesu Christi werde 2016 in einem Jahr gefeiert, dass die Welt durch entsetzliche Gewalt und Terroranschläge erschütterte und von immensen Flüchtlingsbewegungen gekennzeichnet sei. Auch sei dies das Jahr, „da der Werteverfall und die allgemeine Gleichgültigkeit fortgeschritten sind, da im September in Belgien etwas Unfassbares geschah: ein minderjähriger unheilbar kranker Junge wurde durch aktive Sterbehilfe getötet, und die Proteste blieben aus“, betonte Bischof Algermissen.

 

In den politischen Kontext der römischen Weltherrschaft des Augustus hinein sei Jesus geboren worden, hatte der Bischof am Anfang seiner Predigt betont. Die Besteuerungsaktion des Kaisers Augustus führte Josef mit Maria aus Nazareth in seine Heimatstadt Bethlehem, die Stadt Davids. „So soll die alte Verheißung in Erfüllung gehen, dass der Retter nicht aus Rom kommt, sondern aus Bethlehem.“ Die Machtverhältnisse seien in der Nacht der Menschwerdung Jesu ganz und gar umgekippt. „In einem winzigen Ort und dort auch noch ganz am Rande, wo die Hirten leben, die keine bürgerlichen Ehrenrechte besitzen, da geschieht Gottes Grenzüberschreitung hinein in die Nacht des menschlichen Lebens, und es strahlt Gottes Herrlichkeit auf und beginnt die Rettung dieser Welt.“ Der barmherzige Gott habe in dem Kind, das zum Gekreuzigten und Auferstandenen wurde, die menschliche Natur angenommen, um die Menschen zu heilen und zu retten. Daraus dürfe man keine „fromme Idylle“ machen. Gott sei bis zum Äußersten gegangen, bis in die letzten Winkel, um alle zu erreichen. Das sei die Bedingung der Möglichkeit des tröstlichen Lichtes der Weihnacht angesichts einer aus vielen Wunden blutenden Welt.

 

25.12.2016


Bischöfliche Pressestelle
36001 Fulda / Postfach 11 53
Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568
Redaktion: Christof Ohnesorge

 

Bistum Fulda


Bischöfliches Generalvikariat 

Paulustor 5

36037 Fulda


 



Postfach 11 53

36001 Fulda

 



Telefon: 0661 / 87-0

Telefax: 0661 / 87-578

Karte
 


© Bistum Fulda

 

Bistum Fulda


Bischöfliches Generalvikariat 

Paulustor 5

36037 Fulda


Postfach 11 53

36001 Fulda


Telefon: 0661 / 87-0

Telefax: 0661 / 87-578




© Bistum Fulda